Man liest ja immer wieder (hauptsächlich in den seriösen Mainstream-Medien), wie gefährlich eine vegane Ernährung sein kann.
Wirklich, ich kann euch Fleischfresser (ja, ja, ich weiß, ich war bis vor ein paar Tagen selbst noch Einer) verstehen.Und dank meines Selbstversuches weiß ich jetzt auch, was ihr mit “…oh Gott, Vegan??? Weißt Du eigentlich wie gefährlich das ist?” meint. Die letzten Tage waren die Hölle auf Erden……

Man ist als “Rookie-Veganer“ sprichwörtlich eine Gefahr für sich und seine Umwelt. An jedem Gemüsefeld hat man das Bedürfnis anzuhalten um sich eine Möhre oder einen Salat “ToGo” zu pflücken. Abgesehen davon, daß man für solche Taten einen Funken kriminelle Energie benötigt, ist es auch eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die Autofahrer hinter einem, wenn man bei 80 km/h wie aus dem Nichts den Anker wirft.

Beim Einkaufen ist man so konzentriert wie nie, da man ja auf alle Inhaltsstoffe achten muss. Zeitweise bilden sich lange Schlangen in den Gängen, man muss ja schauen, ob Spinat wirklich ohne Tierprodukte hergestellt wird. Ich denke alleine an den Werbespot mit dem “Blubb”!
Man schaut nur noch auf sein Smartphone, um auch ja keine exotische Zutat (z.B. Avocado, frischen Broccoli oder Johannisbrotkernmehl???) aus der digitalen Chefkoch-Einkaufsliste zu vergessen.
Und Vorsicht vor extrem freundlichen, scheinbar übermotivierten Azubis. Nein, Johannisbrotkernmehl ist keine Backmischung……
Nebenbei rennt man gegen Regale, Verkostungsstände für Räucherwurst (der stand doch gestern noch nicht da – hätte man eigentlich riechen müssen) oder man kollidiert mit älteren Herrschaften.

Die Zubereitung der Beute ist auch nicht ohne. Beim Versuch, Kartoffeln unter Zuhilfenahme einer Reibe ins Jenseits zu befördern, habe ich mich so stark verletzt, dass meine Frau mich mit einem Bärchenpflaster erstversorgen musste.

Und dann entpuppte sich die Avocado auch noch als echte Mogelpackung. Der Kern einer Avocado nimmt gefühlt 2/3 des Gesamtvolumens in Anspruch. Von außen sieht diese Frucht natürlich riesig aus und man denkt, davon eine 3-köpfige Familie ernähren zu können.

Vegane Gerichte haben im Übrigen einen ganz miesen Trick auf Lager, denn sieimg_5200
sehen (für einen Ex-Fleischfresser) nach Nichts aus!
Es kreisen Gedanken wie  “von dem Zeug kann man ja nicht satt werden”  im Kopf umher und deshalb haut man sich mal direkt 2, 3 Portionen rein. Aber falsch gedacht….. die Nacht von Dienstag auf Mittwoch werde ich nie vergessen.
An dieser Stelle möchte ich mich bei meinem Magen entschuldigen, dass ich ihm 2 Mega-Tofu-Salsa-Burger zugemutet habe.
„Aber lecker war’s, oder nicht?“ 😉

Das war nur eine kleine Zusammenfassung der letzten 3 Tage, aber ihr seht selbst wie gefährlich Veganismus sein kann.

Ich für meinen Teil liebe die Gefahr und werde tollkühn mit meinem Programm fortfahren!

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