Lang ist es her, seit ich die Ankündigung zu meinem Test mit der „GARMIN FORERUNNER® 735XT“ veröffentlicht habe. Leider macht mir eine Erkältung schon seit Wochen zu schaffen und somit war es leider nichts mit dem geplanten Trainingsstart.

Aber nichtsdestotrotz hab ich mal meine ersten Eindrücke zum GARMIN FORERUNNER® 735XT zusammengefasst und mich  an einem „Unboxing-Video“ versucht. „Was für’n Unsinn…“, dachte ich zuerst, aber was jeder macht, muss ich zumindest mal probiert haben. Zugegeben, ob es einen Mehrwert bietet sei mal dahingestellt, aber wer es mag. 😉

 

Seit ich vor vielen, vielen Jahren meine ersten ernsthaften Trainingsversuche unternommen habe, war ich eigentlich immer der Firma POLAR treu. Die Geräte sind robust, benutzerfreundlich und die Software ist (meistens) gut durchdacht. Zuletzt durfte ich sogar den V800 als Tester unter die Lupe nehmen und trainiere seitdem mit dieser Uhr. Kurz gesagt, ich hatte nie einen Grund mir einen anderen Hersteller zu suchen. Allerdings hat mich das Thema Activity-Tracking immer mehr interessiert und ich dachte mir, dass die angezeigten Aktivitätsdaten über den Tag verteilt ja wesentlich genauer wären, wenn die HF-Daten mit einfließen. So mußte also eine Uhr her, die die Herzfrequenz mittels Sensor am Arm ermitteln kann. Am besten eine eierlegende Woll-Milch-Sau zum Laufen, Radfahren, Schwimmen, mit GPS, die man eigentlich gar nicht mehr ablegen muß. Sei es im Alltag oder beim Sport. So rückte also der GARMIN FORERUNNER® 735XT in den Fokus.

 

Lieferumfang, Optik & Verarbeitung

 

garmin-forerunner-735xt_01Der GARMIN FORERUNNER® 735XT wird in einer Verpackung geliefert, die der eines Smartphones ähnelt. Apple hat allen gezeigt wie man ansprechende Verpackungen baut und was soll ich sagen, für mich zählt auch der erste Eindruck. Wenn die Verpackung hochwertig ist, ist es der Inhalt auch. Soweit die Theorie.

Im Lieferumfang enthalten ist die Uhr selbst, ein USB-Kabel zum laden und synchronisieren (geht auch über Bluetooth, also das synchronisieren) und ein wenig Papierkram im Tütchen. Ein Brustgurt? Fehlanzeige, der muß separat erworben werden. Hier gibt es die Wahl zwischen 2 Modellen. Hierzu aber später mehr. Wenn man keine speziellen Funktionen nutzen möchte (Laufanalysen, etc.) ist der eingebaute HF-Sensor am Handgelenk ausreichend.

Nachdem ich den GARMIN FORERUNNER® 735XT aus seinem Schneewittchensarg und der Fußfessel auf der Rückseite befreit hatte, war ich sehr überrascht über das garmin-forerunner-735xt_02Fliegengewicht in meiner Hand. Das Armband ist aus sehr weichem Silikon gefertigt, das Gehäuse der Uhr komplett aus Kunststoff, keine Ecken und unangenehme Kanten. Trägt nicht so dick auf wie der Polar V800, der stattliche 79 Gramm auf die (Brief-)Waage zaubert. Der Forerunner XT735 bringt es gerade mal auf 40,2 Gramm. Alltagstauglich ist der Forerunner in jedem Fall, denn er kann z.B. auch ohne Probleme unter dem Hemdenärmel verschwinden, womit ich bei der V800 so meine Probleme hatte. Die Anzeige ist bei normalem Tageslicht gut erkennbar. Der Hintergrund kann beliebig entweder weiß oder schwarz eingestellt werden. Von der Beleuchtung bin ich noch nicht so überzeugt, da diese nicht gleichmäßig das gesamte Display zu erhellen scheint, sondern punktuell mehr oder weniger beleuchtet. Aber das wird sich demnächst im Training zeigen, denn die Tage werden ja wieder kürzer und dunkler.

Der ELEVATE™-Sensgarmin-forerunner-735xt_04or, also der Sensor, der die Herzfrequenz am Handgelenk mittels 3 grüner LED auf der Rückseite der Uhr ermittelt, hebt sich ca. 2,5 mm vom eigentlichen Gehäuse ab. Da kamen schon meine ersten Zweifel. Ob sich das nicht negativ auf den Tragekomfort auswirkt?

 

garmin-forerunner-735xt_05Aber alles unbegründet. Man merkt den Sensor nicht auf der Haut. Ich hatte sogar das Gefühl, dass dadurch mehr Luft unter die Uhr kommt und man nicht so schnell anfängt zu schwitzen. Wer kennt nicht das Gefühl der „klebenden Uhr“ am Handgelenk…

 

Einrichten

 

garmin-forerunner-735xt_03Das Einrichten der Uhr hat mich ein bisschen Zeit und Nerven gekostet. Nach dem Verbinden mit dem Computer und dem ersten Kontakt mit der „Garmin Connect“ Webseite (ein Benutzerkonto hatte ich bereits vorher mit der Connect-App für iOS angelegt), wurde ich auf ein Update für den Forerunner aufmerksam gemacht. Nach anklicken des Buttons zur Ausführung des Updates erhielt ich eine Fehlermeldung, dass ein benötigtes Programm nicht verfügbar ist. Leider war auch nirgendwo erkennbar wo ich dieses finden könnte. Ich fühlte mich sehr in meiner Männlichkeit verletzt….sollte ich tatsächlich die Bedienungsanleitung zur Hand nehmen? Auf gar keinen Fall. Kurz die Datenkrake angeschmissen und zack war es klar. Es fehlt das Update-Programm  „Garmin Express“. Installiert und das Update lief ohne zu meckern durch. Danach kurz die persönlichen Daten angepasst (Gewicht, Alter, etc.) um die Uhr schonmal nutzen zu können.

 

Funktionen:

 

Die Funktionen und Einstellmöglichkeiten sind scheinbar gewaltig. Ich war wirklich total überfordert, war ich doch an die schlichte Polar-Oberfläche gewöhnt. Was mich bei den Einstellungen echt wunderte war die Tatsache, dass Garmin tatsächlich eine Funktion eingebaut hat, die den VO2max (maximale Sauerstoffaufnahmekapazität) für’s radeln und laufen berechnen kann. Auch die Laktatschwelle soll ermittelbar sein? Gut, ich werde mich mal überraschen lassen. Hier findet ihr eine Übersicht aller Funktionen und den aktuellen Preis:

Garmin Forerunner 735XT

Ich werde mich jetzt erstmal den Activity-Tracker Funktionen widmen. Das wird Thema in meinem nächsten Beitrag hierzu sein.

Also, bis dahin….

 

 

 

 

 

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