30 Tage vegan! 30 Tage essen wie Kuh oder Kaninchen sind vorbei und es ist Zeit für ein Fazit!

Zu allererst: Ich kann absolut kein Vorurteil bestätigen indem es heißt, Veganer würden sich nur von Gras, Pfützendreck und Luft ernähren (obwohl, Pfützendreck kommt schon vor, allerdings eher unfreiwillig, wenn man mit dem Mountainbike unterwegs ist). Es gibt jede Menge tolle Rezepte, die wirklich richtig lecker schmecken und satt machen. Es sind so viele, daß die 30 Tage nicht annähernd ausgereicht haben, alle zu probieren. Zudem sind natürlich der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt. Man denkt endlich mal wieder darüber nach, was man seinem Körper zumuten möchte und stopft nicht alles in sich hinein. Sicher gibt es mittlerweile auch vegane Fertigprodukte, aber die sollten natürlich immer die Ausnahme sein. Frisch ist immer am Besten. Da weiß man, was man hat!

Schlapp, müde oder kraftlos? Da muss ich leider alle Vegan-Gegner enttäuschen. Ich habe mich keinen Tag so gefühlt, obwohl dies auch immer wieder behauptet wird. Eher im Gegenteil.

Kaffee schmeckt nach Kaffee, wenn man die Milch einfach weglässt. Wußte ich auch noch nicht.
Milchgetränke für zwischendurch in den verschiedensten Geschmacksrichtungen braucht kein Mensch. Die Flasche mit dem Kuhgebrüll im Deckel findet man eh nicht…

Schwierig ist eine Umstellung seiner Essgewohnheiten sicherlich nicht. Man muss es halt nur wollen und sich nicht drängen lassen. Das einzige Problem sind die Menschen, die entweder zu gemütlich sind, sich mit dem Thema zu befassen, oder denen es schlichweg egal ist was sie essen (ja, so würde ich mein altes ICH auch einstufen).

Oder der Klassiker: „Eigentlich kenne ich ja die unangenehme Realität, aber ich schau einfach weg. Macht ja jeder.“

Manche versuchen einen ständig davon abzubringen, vielleicht weil sie selber nicht die Disziplin haben es zumindest mal auszuprobieren. Dumme Sprüche sind wirklich das Einzige was nervt, und das soziale Umfeld kann schon ein großes Problem darstellen. Man muß sich halt selbst treu bleiben und wissen warum man es macht. Und da gibt es jede Menge guter Gründe für. Allen voran die eigene Gesundheit, die Tiere und die Umwelt.

Ein sehenswerter Film, der eigentlich alles sagt:

 

Ich für meinen Teil habe in den letzten Wochen jede Menge neue Lebensmittelshopping-market-022_500
kennengelernt, Kontakt mit interessanten Leuten gehabt und mir sehr viel Wissen über unsere kranke Nahrungsmittelindustrie angeeignet.
Einkaufen macht wieder Spaß und ich hätte nie gedacht, wie genial ein Einkaufswagen,fast ohne Kartons von verabeiteten Lebensmitteln aussehen kann. Löst euch einfach mal von dem Gedanken, dass ihr Fleisch und Milch unbedingt braucht um groß und stark zu werden. Das sagt nur die Industrie.

 

Meine Waage hat sich tatsächlich auch gefreut. Ganze 2 Kilo habe ich in den 30 Tagen verloren. Und das ohne Sport zu treiben (erkältet). Wäre die Erkältungswelle im Kreise der Familie nicht gewesen, wären es wahrscheinlich 3 oder mehr Kilos weniger geworden.

 

Mein ärztlicher CheckUp, wdoctor-022_400elchen ich alle 2 Jahre mache, war auch sehr überraschend. Vergleicht man die Blutwerte der letzten beiden Tests mit dem Aktuellen, fällt direkt der Gesamtcholesterinwert auf. Dieser lag bei den beiden älteren Tests bei über 210 mg/dl. Jetzt liegt er bei 180 mg/dl. Vielleicht ein Zufall, aber ich fühl mich besser damit. Ein weitere Zufall ist die Tatsache, daß die unerklärlichen Gelenkschmerzen in den Fingern seit ca. 1 Woche verschwunden sind. Diese haben mich bereits über ein halbes Jahr geplagt. Ich weiß, Zufall! 😉

Wie dem auch sei, ich für meinen Teil habe Fleisch definitiv von meinem Speiseplan gestrichen. Ab und zu mal ein Stückchen Kuchen? Wenn ich Lust drauf habe, auf jeden Fall. Und auch über das Eis mit meiner Familie von der Eisdiele werde ich mir keine grauen Haare wachsen lassen. Manche Gewohnheiten sind dann eben doch schwer abzulegen.

Daher reicht es zum Titel „100% Vegan“ (leider) noch nicht.
Aber das Experiment hat sich auf alle Fälle gelohnt. Ich hab es ausprobiert und kann jetzt wenigstens hirnlose Veganerwitze auf Facebook verbreiten. Wenn ich davon überzeugt bin…..

Der Anfang ist gemacht!

 

An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an PETA, die mich die 30 Tage begleitet haben. Tolle Betreuung und viele Hintergrundinformationen zum Thema. PETA Veganstart

 

 

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